Die Freiwillige Feuerwehr der Stadt Wels leistete im vergangenen Jahr 2.361 (2.155, 2.612, 2.523) Gesamteinsätze. Hier eingerechnet sind auch die 113(178) Brandsicherheitswachdienste, die für Veranstaltungen aller Art geleistet werden mussten sowie 2 (3) Einsatzübungen bzw. Schauvorführungen im Rahmen diverser Veranstaltungen. Nur 27 Mal wurden freiwillige Kameraden vom Arbeitsplatz gerufen. Die Fülle der Einsätze wird von den 149 Kameraden des Aktivstandes in ihrer Freizeit geleistet. Es kam dadurch zu einer wesentlichen Entlastung des Spannungsfeldes Arbeitsplatz (Arbeitgeber + Wirtschaft) und Feuerwehr.
Die Anzahl der Brände ist leicht zurückgegangen. 169 Mal wurde die Feuerwehr zu Bränden gerufen. 25% der Brandstellen waren Wohnungen und Wohnhäuser. Unachtsamkeit war oft der Auslöser für den Brand.
Brandmelderalarme sind die „Demotivatoren“ jeder Feuerwehr. 479 Mal wurde die Feuerwehr Wels durch automatische Brandmelderanlagen und/oder Sprinkleranlagen gerufen. Dass aber Brandmelder und Sprinkler Leben retten ist gewiss. In 70 Fällen, das sind fast 15 % der Brandmelder- und Sprinkleralarme brannte es wirklich. Durch das frühe Erkennen der Gefahr konnten die betroffenen Personen selbst flüchten oder wurden von anderen Personen oder von der Feuerwehr gerettet. Der Brand konnte in fast allen Fällen auf die Ausbruchstelle bzw. den Brandraum beschränkt werden. Durch Brandmelder- und Sprinkleranlagen wurden Menschenleben gerettet und nachweislich größerer Sachschaden verhindert.
Die Anzahl der Interventionen zu Brandalarmen und Technischen Hilfeleistungen selbst betrug 1.482, das sind ~ 4 pro Tag. Gegenüber dem Vorjahr ergibt sich eine leichte Zunahme der Interventionen.
Von den 169 „echten“ Brandfällen waren 19 %, bei Eintreffen der Feuerwehr bereits gelöscht, in den übrigen Fällen musste die Feuerwehr den Brand bekämpfen. Diese sehr positive Tatsache kommt jedoch nicht von ungefähr und ist somit keinesfalls zufällig, sondern ein Produkt der Öffentlichkeitsarbeit und der absolvierten Brandschutzausbildungen Bevölkerung.
Neben den Brandeinsätzen erfolgten 869 Technische Hilfeleistungen bzw. Einsätze im Rahmen des Katastrophenhilfsdienstes.
Im Zusammenhang mit den oben angeführten Einsätzen wurden 196 Menschen, die in steckengebliebenen Liftanlagen eingeschlossen, nach Bränden, Unfällen verletzt bzw. hilflos, nach Verkehrsunfällen eingeklemmt waren oder sich sonst in einer Notlage befunden haben, gerettet bzw. befreit. Tiere wurden bei 21 Einsätzen gerettet. In 3 Fällen mussten Tote und in 10 Fällen verendete bzw. bei Unfällen getötete Tiere geborgen werden.
Die Bezirkswarnstelle FLORIAN WELS alarmierte mittels Funksirenensteuerung, Funk und Telefon in 766 Fällen Feuerwehren des Bezirkes Wels-Land sowie andere Einsatzorganisationen. Diese Hilfeleistungen wurden der Gesamteinsatzzahl zugezählt.
245 Mal waren Sachverständige der Feuerwehr in Baurechts- und Gewerberechtsverfahren sowie Veranstaltungs- und Verkehrsrechtsverhandlungen beteiligt und haben ihr Fachwissen im vorbeugenden Brandschutz eingebracht.
In der Stadt Wels sorgen zusätzlich zur Freiwilligen Feuerwehr der Stadt Wels noch drei freiwillige Betriebsfeuerwehren für die Brandschutzsicherheit in ihren Betrieben. Dies sind die Betriebsfeuerwehr FRITSCH (unterstützt auch die Freiwillige Feuerwehr der Stadt Wels im Stadtgebiet), die Betriebsfeuerwehr EUROSTOP und die Betriebsfeuerwehr AVE.