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Die Retter|von heute -> Aufgaben -> Tauchdienst

"Tauchdienst in der Feuerwehr"

Nach der verheerenden landesweiten Hochwasserkatastrophe im Sommer 1954 wurde nur ein Jahr später durch den OÖ. Landtag das Katastrophenhilfsdienstgesetz (jetzt Katastrophenschutzgesetz) beschlossen. Damit wurde die gesetzliche Grundlage für das Stützpunktwesens geschaffen. 

Bereits im Jahre 1957 wurde in der Feuerwehr Wels mit der Ausbildung von Feuerwehrtauchern begonnen. Seit dem Jahr 2004 greifen die Welser Florianijünger bei Wasser- und Tauchunfällen auf ein eigenes Fahrzeug zu.

 

 

Da die Einsatztauchtiefe für die Feuerwehrmänner mit 40  Meter begrenzt ist, wurde Ende der 70iger Jahre eine Innovation auf dem Gebiet des Tauchdienstes geschaffen. Erstmals in Österreich konstruierten und bauten Welser Feuerwehrmänner eine Unterwasserbergekamera*. Die Einzigartigkeit dieser Kamera bestand aus Greifarmen, welche über eine Steuerrungseinrichtung vom Boot aus bedient werden konnten. Dadurch konnten zB Leichenbergungen in ganz Österreich bis zu einer Tiefe von rund 200 Metern bewältigt werden. *Diese Unterwasserbergekamera ist nicht mehr in Betrieb.

 

Aufgaben eines Feuerwehreinsatztauchers

-       Suchaktionen in zB Seen und Flüssen
-       Hilfe bei Boots- und Schiffsunfällen
-       Bergen von sonstigen Gütern wie zB Autos …
-       Durchführung von diversen Unterwasserarbeiten

Die Feuerwehreinsatztaucher sind Berge und Arbeitstaucher. Die im Volksmund auch genannten "Froschmänner" arbeiten mit Spezialwerkzeug unter Wasser wie zB Bohrmaschinen, Sauerstoffschneidegeräten, Kettensägen ...

Ausbildung eines Feuerwehreinsatztauchers 

Entsprechend der Dienstvorschrift des oberösterreichischen Landesfeuerwehrverbandes und des österreichischen Bundesfeuerwehrverbandes hat ein Feuerwehrtaucher mehrere Ausbildungsstufen zu absolvieren. Grundsätzlich ist eine Ausbildung zum Feuerwehrtaucher ab dem 18. Lebensjahr möglich. Eine mehrjährige Feuerwehrmitgliedschaft sowie körperliche (jährliche ärztliche Tauchtauglichkeit muss erbracht werden) und geistige Eignung sind ebenso Voraussetzung wie der Führerschein der Klasse B. Vor Beginn der Ausbildung muss eine Rettungsschwimmerprüfung, ein ABC-Tauchlehrgang sowie der Atemschutzlehrgang erfolgreich abgeschlossen werden. 

Bei Erfüllung dieser und weiterer Kriterien erfolgt eine Zulassung zum Taucherlehrgang, welcher an der Landesfeuerwehrschule OÖ zu absolvieren ist.

Eine intensive jährliche Weiterbildung in Form von sogenannten "Taucherlagern der Landesfeuerwehrschule OÖ" ist unumgänglich. So sind Taucher immer am neusten Stand der Tauchphysik und der Tauchmedizin.

Jeder Taucher besitzt eine persönliche Tauchausrüstung. Diese besteht aus einem Halbtrocken- und einem Trockentauchanzug, einem Presslufttauchgerät (15l) mit Lungenautomat, einer Rettungs- und Tarierweste mit einer Notfallpressluftflasche (0,47l), einer Tauchermaske sowie aus Taucherflossen.

Grafik: ooelfv.at

Tauchstützpunktwesen in Oberösterreich 

Oberösterreich wird in 6 Tauchstützpunkte unterteilt. Der Tauchstützpunkt 5 umfasst neben Wels auch die Gruppen von Marchtrenk, Stadl-Paura, Ried im Innkreis und Schärding. Rund 35 Einsatztaucher, davon 8 in Wels-Stadt, gehören diesem Stützpunkt an.

Das Einsatzgebiet der Feuerwehreinsatztaucher beschränkt sich nicht nur auf das Welser Stadtgebiet sondern erstreckt sich auf das gesamte Bundesland.

 

 



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